Darum braucht es ein
JA zu den Überbauungsplänen

Die Pläne für das Erweiterungsprojekt basieren auf jahrzehntelangem Wissen der KFN und wurden von diversen Planungsbüros und Behörden umfassend geprüft. Auch in Zukunft soll Kalk in Glarus mit möglichst viel Rücksicht auf die Natur und die Bevölkerung abgebaut werden. Erfahren Sie nachfolgend und in den untenstehenden Downloads die Gründe und Fakten, die für ein Ja zu den Überbauungsplänen sprechen. Damit wollen wir den falschen Behauptungen der Gegner die korrekten Fakten gegenüberstellen.

Argumentarium zum Download

Der Kalkabbau in Netstal ist von nationaler Bedeutung

Die KFN ist die einzige Produzentin von Weisskalk in der Schweiz und damit ein systemrelevantes Unternehmen. Dies ist auch festgehalten im Abbaukonzept 2020 des Kantons Glarus: «Der Abbau von Kalkrohstoffen ist von nationaler Bedeutung». Hochwertiger Schweizer Weisskalk wird nicht nur für den Bau von Gebäuden, Strassen und Wegen eingesetzt. Weisskalk ist auch Bestandteil von Industrieprodukten, wird für den Umweltschutz, in der Nahrungsmittel- und der pharmazeutischen Industrie benötigt und kommt in der Landwirtschaft ebenfalls zum Einsatz. In all diesen Bereichen wird Kalk auch weiterhin benötigt – unabhängig davon, ob die KFN ihren Betrieb aufgrund des Referendums 2026 einstellen muss.

Import-Kalk schädigt die Natur 

Die KFN verursacht über 20 Prozent weniger CO2-Emissionen als vergleichbare Kalkproduzenten im Ausland, welche vielfach Braunkohlestaub statt Erdgas als Brennstoff einsetzen. Daneben muss Import-Kalk mit LKWs über längere Distanzen transportiert werden, was die Natur zusätzlich belastet. Die Schweiz benötigt und verwendet Kalk- und Schotterprodukte. Es ist keine Lösung, die dazu nötigen Abbaustellen einfach ins Ausland zu verlagern, weil sich Einzelpersonen am Abbau für diese Produkte stören. Viel sinnvoller ist es, mit einer ehrlichen Grundhaltung Verantwortung für einen lokalen und verantwortungsvollen Abbau zu übernehmen. 

Die KFN will den Abbau verlängern, nicht ausweiten

Die KFN plant rechtzeitig und weitsichtig, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern. Mit den Überbauungsplänen wird keine Produktionsausweitung stattfinden, nur eine Verlängerung der Abbautätigkeit. Durch den etappenweisen Abbau mit anschliessender Rekultivierung nehmen lediglich die offenen Flächen um circa 40 Prozent zu. Bei einem Nein zu den Überbauungsplänen muss die Chalchi ihre Kalkproduktion 2026 einstellen. Diese macht zwei Drittel der Unternehmenstätigkeit der KFN aus.

Langfristige Planung für optimale Rekultivierung

Die Überbauungspläne ermöglichen eine Abbaudauer von insgesamt rund 50 Jahren, also bis 2070. Gerade durch eine langfristige Planung können die Abbaugebiete optimal renaturiert und möglichst geringe Emissionen erzielt werden. Das Abbauvorgehen sowie die laufende Rekultivierung werden durch eine unabhängige Begleitkommission überwacht, zu der auch Vertreter von Umweltverbänden gehören. Mit der langfristigen Planung zeigt die KFN Verantwortung, indem der Bevölkerung ein umfassendes Konzept mit Abbauende und entsprechenden Rekultivierungsmassnahmen präsentiert wird.

Die KFN beschränkt Emissionen im Abbaugebiet Elggis Süd

Die Abbautätigkeit im Gebiet Elggis Süd richtet sich nach Norden, also in den bestehenden Steinbruch hinein, damit die Emissionen und die Einsicht in das Abbaugebiet von Ennenda und Glarus aus auf ein Minimum beschränkt werden. Die südliche Kuppe wird etappenweise nur um 45 m abgetragen von 615 m ü. M. auf 570 m ü. M. Die fiktiven Darstellungen von Andreas Schlittler, der treibenden Kraft hinter dem Referendum, zum Abbau Elggis Süd entbehren jeder Grundlage und dienen nur der Verunsicherung der Bevölkerung. Kürzlich gemachte Messungen zum Staubniederschlag nördlich und südlich des KFN-Geländes zeigen, dass die Messwerte um fast das Zehnfache unter dem Grenzwert liegen.

Die KFN stärkt die Biodiversität

Die bisherigen Abbaugebiete werden laufend rekultiviert, wobei besondere Anstrengungen zur Stärkung der Biodiversität unternommen werden. So leben beispielsweise über 31 verschiedene Wildbienenarten im einzigartigen Mikroklima des Steinbruches, das Bienen dank gezielter Totholzstrukturen einen idealen Lebensraum bietet.

Die KFN hält sich an das CO2-Gesetz

Die KFN untersteht dem CO2-Gesetz und hält sich strikte an diese Vorgaben, wie auch an alle anderen Gesetze. Die KFN ist als EHS-Unternehmen (EHS = Emissionshandelssystem) einem laufenden Monitoring bzgl. CO2-Emissionen durch die Energieagentur der Wirtschaft (EnAW) und das Bundesamt für Umwelt (BAFU) sowie deren Zielerreichung unterstellt.

Die KFN hält die Ziele zur CO2-Reduktion ein

Die KFN hat das CO2-Gesetz zu befolgen und ist im Emissionshandelssystem eingebunden. Sie hält die Zielvorgaben bezüglich der CO2-Reduktion ein und erfüllt damit auch in diesem Bereich alle gesetzlichen Vorschriften.

Die KFN setzt auf die Bahn

Die KFN ist eines von zwei Industrieunternehmen im Kanton Glarus, welche noch substantiell den Bahnanschluss für den Transport nutzen. Nur schon durch diese Logistiklösungen per Bahn hat die KFN den CO2-Ausstoss um rund 211 Tonnen pro Jahr reduziert.

Die KFN plant temporäre Wanderbiotope und die Schaffung von Pionierlebensräumen 

Die Auswirkungen der Erweiterungen des Steinbruchs auf das Landschaftsbild wurden durch die KFN vertieft analysiert. Der diesbezügliche Untersuchungsbericht, der im Auftrag der KFN durch eine darauf spezialisierte Firma erstellt wurde, weist aus, dass die negativen Auswirkungen durch Ausgleichsmassnahmen vollständig kompensiert werden können. Diese Ansicht teilen auch die Umweltschutzverbände aus der Region, welche in der Begleitkommission zum Erweiterungsprojekt regelmässig vertieft orientiert und angehört werden. Zudem hat auch das zuständige kantonale Departement die Umweltverträglichkeit anerkannt und dem Projekt attestiert, dass «die eingereichten Unterlagen von sehr hoher Qualität seien» (Siehe Spezialbewilligung «Beurteilung der Umweltverträglichkeitsprüfung» vom 3. Januar 2018). Ausgleichsmassnahmen sehen eine aufwändige Renaturierung und Rekultivierung vor. Sie beinhalten standortgerechte Waldgesellschaften (= komplette Wiederaufforstung), Pionierlebensräume der warmen und trockenen Lagen, Stillgewässer in den Abbaumulden sowie temporäre Wanderbiotope. Der Abbauprozess, die laufende Rekultivierung, die Anlage von Wanderbiotopen sowie die Endgestaltung werden von einer kompetenten Fachgruppe begleitet. Nach Wiederherstellung und Ersatzmassnahmen kann der Eingriff aus Sicht des Landschaftsbildes, der Erholung sowie der Identität als ausgeglichen erachtet werden.

Geforderte Abbaumenge ist Obergrenze

Die vorgesehene Abbaumenge in den beiden Überbauungsplänen, 70’000 bis 100'000 m3 (Gründen) und 80’000 bis 100'000 m3 (Elggis Süd), stellt die Obergrenze dar. Mit ihr kann der Betrieb, wie er heute besteht, weiterhin tätig sein. Das Geschäft der KFN unterliegt einem Branchenzyklus. Mit der Festlegung dieser Obergrenze können diese Zyklen aufgefangen werden. Gleichzeitig bekräftigt die KFN mit der Grenze aber ebenso, dass nicht zu einem späteren Zeitpunkt die Produktionskapazitäten erhöht wird.

KFN-Produkte für den Umweltschutz

Ein Viertel der KFN-Produkte kommt dem Umweltschutz zugute. Kalkhydrat kann beispielsweise als Zusatz im Strassenbelag eingesetzt werden, was zu einer längeren Lebensdauer des Belags führt und dadurch die Verwendung von Bitumen im Asphalt reduziert. Dies wurde unter anderem beim Kreisel in Glarus 2001 erfolgreich getestet. Der Weissfeinkalk der KFN wird in vielen Verbrennungsanlagen (z.B. in Kehrichtverbrennungsanlagen) zur Rauchgasreinigung von sauren Gasen eingesetzt. Damit wird das Auftreten von saurem Regen reduziert und eine Schädigung der Wälder verhindert. Zudem spielt Kalk auch bei der Entfernung von Schwermetallen aus Abwässern sowie bei der Enthärtung von Trink- und Industriewasser eine wichtige Rolle.

Kalk entzieht CO2

Bei vielen Anwendungen – unter anderem bei Verputzen, bei der Rauchgasreinigung oder in der Landwirtschaft – wirkt Kalk wie eine CO2-Falle im positiven Sinne. Dies bedeutet, dass beim Einsatz des Kalks CO2 aus der Umgebungsluft oder dem Rauchgas entzogen wird.

KFN-Schotter für umweltschonende Naturstrassen

Der Hauptabsatz der Schotterproduktion der KFN macht ein Naturstrassenbelag (KFN Netstaler) aus. Dieser wird in Naherholungsgebieten als Waldstrasse oder Fuss- und Wanderweg eingesetzt. Der Naturstrassenbelag ist eine umweltschonende Alternative zu einer Asphaltierung, welche aus Erdölprodukten (Bitumen) besteht. Aus ökologischer Perspektive sollte die Verwendung des Naturstrassenbelags eher gefördert als eingeschränkt werden. Die Produktion von Kies und Schotter macht darüber hinaus auch wirtschaftlich bzw. im Hinblick auf den schonenden Abbau Sinn. Die im Verhältnis zu anderen europäischen Kalkwerken geringe Produktionskapazität in Netstal und die damit verbundenen hohen Investitionskosten in den Kalksteinabbau können mit der zusätzlichen Kies- und Schotter-Produktion aufgefangen werden. Nur die gleichzeitige Produktion von Kalk, Kies und Schotter erlaubt es der KFN, wirtschaftlich profitabel zu arbeiten, ohne eine Produktionsausweitung im Kalkbereich.

Die KFN reduzierte den CO2-Ausstoss aus dem Brennstoff um 50 Prozent

Die KFN hat ihre Brennstoff-CO2-Emissionen seit 1994 um über 50 Prozent reduziert, unter anderem durch den Bau von hocheffizienten Ofenanlagen sowie die Umstellung auf Erdgas. Seit dem Wechsel auf Erdgas sind die Werte für NOx um über 70 Prozent und für CO und SOx um über 95 Prozent zurückgegangen und liegen damit weit unter den gesetzlich festgelegten Grenzwerten. Zudem ist die KFN gemäss der ISO-Norm 14001:2015 für Umweltmanagement zertifiziert.

Entgegen den Behauptungen der Einsprecher ist die KFN auch nicht die grösste CO2-Emittentin des Kantons. 

KFN unterstützt nachhaltige Pionierarbeit

Die KFN verfolgt in Entwicklung stehende Verfahren, welche sich mit der CO2-Speicherung und dessen Weiterverwendung beschäftigen, intensiv. Zudem investiert sie in eine Firma, welche in ebensolchen Verfahren Pionierarbeit leistet, die schliesslich der gesamten Industrie zugutekommen sollen.

Investitionen brauchen Planungssicherheit

Die Sicherheit, langfristig planen zu können, ist betriebswirtschaftlich absolut notwendig. Nur über einen längeren Zeitraum können Investitionen in effizientere und damit umweltschonendere Produktionsanlagen und weitere Umweltschutzmassnahmen, die mit langer Amortisationsdauer verbunden sind, getätigt werden.

Referendum gefährdet 50 Arbeitsplätze

Die KFN ist in der Region schon seit 120 Jahren eine wichtige Arbeitgeberin. Aktuell zählt sie insgesamt 50 Mitarbeitende, darunter drei Lernende. Wird das Referendum angenommen, reichen die Kalkreserven der KFN nur noch bis 2026. Das Kalkgeschäft macht zwei Drittel des Unternehmensumsatzes aus; entsprechend wären auch Arbeitsplätze gefährdet.  

Geringeres Abbauvolumen bedroht Wirtschaftlichkeit

Auch die von den Einsprechern in die Diskussion eingebrachte Alternative, nämlich eine Verringerung des Abbauvolumens pro Jahr, hätte negative Auswirkungen auf den Betrieb der KFN. Eine wahrscheinliche Folge davon wäre ebenfalls eine Verringerung der Arbeitsplätze. Die KFN hat in den letzten Jahren die Betriebsgrösse bereits reduziert und sich auf eine Nische im Kalkmarkt spezialisiert. Kalkproduzenten im Ausland sind bis zu zehnmal grösser als die KFN. 

Wertschöpfung der KFN fördert die Region

Mit ihrer Wertschöpfung und als bedeutende Steuerzahlerin leistet die KFN einen grossen Beitrag an die Region. Auch als Sponsorin für regionale Vereine fördert sie das Leben im Glarnerland.

Marktkonformer Abbaupreis stärkt Glarner Finanzen

Entgegen den Behauptungen der Einsprecher ist der Abbaupreis fair und marktkonform, er liegt gar 30 Prozent über dem Durchschnitt von vergleichbaren Kalkwerken. Dadurch werden die Finanzen von Gemeinde und Kanton über Jahrzehnte hinweg gestärkt. In ihrer Argumentation sprechen die Gegner der Überbauungspläne vom Schweizer Durchschnittspreis, den Kalkfabriken zu entrichten haben. Da die KFN die einzige Kalkfabrik der Schweiz ist, gibt es jedoch keinen solchen Durchschnittspreis. Zudem ist der einseitige Fokus auf die Abbauentschädigung grundlegend verfehlt; der volkswirtschaftliche Nutzen der KFN für die Region (Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, Abgaben und Beiträge für die Energieinfrastruktur) ist um ein Vielfaches höher als die Abbauentschädigung.

Die KFN informiert ausführlich und transparent

Die KFN ist stark in die Region eingebunden; die Anliegen der hiesigen Bevölkerung sind dem Unternehmen wichtig. Aus diesem Grund hat die Chalchi die Bevölkerung seit Planungsbeginn über die zeitliche und räumliche Dimension der beiden Erweiterungsprojekte informiert und sich der Meinungsbildung gestellt. Dass gemäss Einsprechern ein Referendum nötig ist, weil an den Gemeindeversammlungen lediglich über die Zonen für die Überbauungspläne abgestimmt wurde, ist also unwahr. Mit folgenden Massnahmen wurde die Öffentlichkeit informiert:

  • 26.09.2015: Tag der offenen Tür
  • 27.09.2015: Schweiz am Sonntag «Chalchi packt die Zukunft an». Weitere Medienbeiträge in «Fridolin», «Glarner Woche» und «glarus24»
  • 01.02. bis 01.03.2016: Öffentliche Planauflage der Umzonungen und der Rodungsgesuche. Sämtliche Projektunterlagen wurden zu diesem Zeitpunkt öffentlich aufgelegt. 
  • 07.02.2016: Schweiz am Sonntag «Wie die Kalkfabrik Netstal die Landschaft verändert»
  • 23.09.2016: Memorial Ausserordentliche Gemeindeversammlung Teil 1 und Teil 2, Gesamtrevision Nutzungsplanung der Gemeinde Glarus
  • 26.10. bis 29.11.2018: Öffentliche Auflage Genehmigung der Nutzungsplanung Abbaugebiet Kalkfabrik Netstal
  • 05.03 bis 05.04.2020: Öffentliche Planauflage der Überbauungspläne Gründen und Elggis Süd  

Auch in den weiteren Bereichen, welche die Öffentlichkeit interessieren, arbeitet die KFN absolut transparent. So kann beispielsweise die Zuteilung der CO2-Emissionsrechte des Unternehmens im öffentlichen Teil des Emissionshandelsregisters durch jede Bürgerin und jeden Bürger eingesehen werden. Grundsätzlich erstaunt es, dass der Einsprecher mangelnde Transparenz anführt: In den letzten Jahren hat er diverse Gesprächsrunden mit der KFN abgelehnt und sich nie zur Klärung seiner irreführenden und falschen Annahmen bei der KFN gemeldet.

Die KFN bekämpft invasive Pflanzenarten in der Region

Die KFN besitzt als erstes Unternehmen in der Region bereits seit 2014 ein Neophytenkonzept und führt Jahr für Jahr entsprechende Aktionen zur Bekämpfung invasiver Pflanzenarten durch. Diese und andere Massnahmen werden in jährlichen Begehungen mit Gemeinde- und Kantonsvertretern kontrolliert.

Unsere Unterstützer

In der Bevölkerung werden die Überbauungspläne der KFN breit unterstützt. Zum Unterstützungskomitee gehören sowohl politische Parteien als auch diverse Verbände und Vereinigungen aus Glarus.  

Naturprodukt Kalk

Kalk wird in diversen Branchen benötigt, unter anderem auch zum Schutz der Umwelt. Der am Elggis abgebaute Weisskalk ist von Natur aus sehr rein und daher äusserst vielfältig einsetzbar.

Kalkfabrik Netstal

Die KFN ist ein Glarner Traditionsunternehmen mit 120-jähriger Geschichte. Ein schonender Umgang mit Ressourcen sowie die Nutzung innovativer Technologien prägen seit Generationen ihre Arbeit.